�strategische Entscheidung von Volkswagen im Jahr 2005, in den USA eine gro� angelegte Dieseloffensive zu starten und dieser in Europa damals bereits sehr erfolgreichen Technologie auch in den USA zum Durchbruch zu verhelfen.�
Erkannt wurde auch, dass das Projekt schwierig umzusetzen war, denn nach dem
�damals strengsten Standard in den USA durften nur 31 mg/km Stickoxide (NOx) emittiert werden � rund sechsmal weniger als nach der zu jener Zeit in Europa g�ltigen EU5-Norm. Bei der Konstruktion moderner Dieselmotoren stehen Techniker und Ingenieure vor der Herausforderung, dass jede Ma�nahme zur Stickoxid-Reduktion dazu f�hrt, dass bei anderen Parametern (bspw. CO2) Abstriche gemacht werden m�ssen.�
VW hatte damit erkannt, dass die Umsetzung des Projekts vor einem Zielkonflikt stand. Um, wie es dann hei�t,
�diesen Zielkonflikt im Rahmen der Zeit- und Kostenvorgaben f�r den EA189 zufriedenstellend zu l�sen, entschloss sich nach bisherigem Erkenntnisstand in der Folgezeit eine Gruppe von Personen, die im Einzelnen aktuell noch ermittelt werden, auf Ebenen unterhalb des Konzern-Vorstands im Bereich Aggregate-Entwicklung dazu, die Motorsteuerungssoftware zu ver�ndern.�
Was dann das Fass wohl zum �berlaufen brachte, war die Tatsache, dass die Manipulation offenbar verlockend leicht durchf�hrbar war, denn es
�handelte sich dabei um einen punktuellen, aber schwerwiegenden und von Volkswagen nachdr�cklich bedauerten Eingriff in die Motorsteuerungssoftware, der aber durch relativ kleine Ver�nderungen innerhalb des f�r die Entwicklung der Steuerungssoftware verf�gbaren Budgets m�glich war.�
Mann kann sich gut vorstellen, wie das abgelaufen ist: Der Vorstand gibt ein extrem wichtiges, aber technisch schwierig umzusetzendes Ziel vor, und das zudem unter hohem Zeitdruck und mit kleinem Budget. Die M�glichkeit, die Zielvorgaben durch eine Manipulation zu erreichen, war zugleich einfach. F�r Complianceverst��e ist diese Situation fast schon typisch. Gerade hier h�tte man von einem Compliance-System erwarten d�rfen, dass es genau pr�ft, ob die Zielvorgaben des Vorstands mit legalen Mittel umgesetzt werden. Und das hei�t zu fragen, ob es interne oder, was noch besser ist, externe unabh�ngige Pr�fungen gab, ob die strengen Abgaswerte wirklich eingehalten werden, die man zuvor offenbar als das Nadel�hr des Projektes identifiziert hatte. Danach sieht es nicht
�Was das Fass wohl zum �berlaufen brachte, war die Tatsache, dass die Manipulation offenbar verlockend einfach durchzuf�hren war.�

